Singen wirkt – und wir zeigen Dir wie
Gesundheitsförderndes Singen ist weit mehr als musikalisches Beiwerk: Es ist ein kraftvoller Impulsgeber für Sicherheit, Verbindung und kreative Lebendigkeit im Gesundheitswesen.
Wir verstehen Singen nicht nur als Kulturgut, sondern als achtsame Praxis, die Menschen stärkt – in ihrer Selbstwahrnehmung, im Miteinander und im respektvollen Umgang mit sich selbst und der Welt.
Achtsames Singen öffnet einen geschützten Raum für Selbstentwicklung, fördert tragfähige Gemeinschaft und stiftet nachhaltige Sinnorientierung – für Patient*innen, Teams und ganze Organisationen.
Ein Lied kann keine Wunder vollbringen. Aber manchmal wirkt es wie eines.
Wenn Menschen gemeinsam singen, entsteht etwas, das berührt, verbindet – und manchmal verwandelt.
Sommer-Akademie
Weiterbildung in Bad Herrenalb vom 28. - 30. August 2026
mit Martina Baumann und Uwe Loda
Anmeldung und weiter Informationen weiter unten.

Ein kurzer Einblick in „Bodypercussion – mit dem Körper in Berührung kommen“ · 28.–30. August 2026 in Bad Herrenalb
Weiterbildung

Sommerakademie – "Bodypercussion – mit dem Körper in Berührung kommen"Fr., 28. Aug.Bad Herrenalb
Modul E | Singen und TraumaFr., 11. Sep.Hofgeismar
Modul IV | Singen mit Sterbenden und TrauerndenFr., 18. Sep.Bad Herrenalb
Modul F | Mit der Stimme zur StärkeFr., 16. Okt.Kloster Oberzell 2
Modul P | Singen als DialogFr., 30. Okt.Hofgeismar
Come-together „Singleiter-Austausch“Fr., 04. Dez.Hellenthal
WAS WIR WOLLEN
Unsere Vision ist ein Gesundheitswesen, in dem Menschen die gesundheitsfördernde Kraft des gemeinsamen Singens erleben und spüren, wie Singen Resilienz, Zugehörigkeit und Lebensfreude stärkt. Wir engagieren uns als gemeinnütziges Netzwerk seit 2010 für Gruppenangebote “Heilsames Singen” in Krankenhäusern, Psychiatrien, Pflegeeinrichtungen und Hospizen. Kliniken und Einrichtungen mit Singgruppen können von uns als „Singende Krankenhäuser“ oder „Singende Pflegeeinrichtungen“ zertifiziert werden.
WAS MACHT LIEDER GESUNDHEITS-FÖRDERND?
Gesundheitsfördernde Lieder werden gemeinschaftlich, ohne Leistungsdruck und ohne Notenblatt gesungen – getragen von Einfachheit, Wiederholung und Resonanz.
Sie sind einfach und lebensbejahend - verdichten eine Lebenserfahrung. Wie tönende Wegbegleiter können sie auftauchen, wenn man sie braucht...

Hör mal rein!
BEGLEITET DICH
AUCH SCHON
EIN LIED?


Foto: Alwine Deegen
Blog des Monats
Singen mit Trauernden und Sterbenden
Singleiterinnen und Singleiter, die mit sterbenden Menschen singen oder summen, berichten Erstaunliches: Der Händedruck wird fester, das Gesicht entspannt sich und die Atmung beruhigt sich. Manchmal öffnen sich noch die Augen und wichtige Sätze werden gemurmelt. Das Gefühl der gegenseitigen Verbundenheit führt dazu, dass genau das gesagt, gesungen und getan wird, was der Mensch in diesem Moment braucht. Von 18. - 20.09.2026 findet in Bad Herrenalb unser beliebtes Weiterbildungsmodul IV "Singen mit Trauernden und Sterbenden" statt. Modul IV, bei dem man unter anderem Singen als Übergangsritual im Schwebezustand zwischen Leben und Tod kennenlernt.
Eine der Dozentinnen wird Alwine Deege aus Aachen sein. Dort initiierte sie den Chor der „Fährfrauen“. Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit ihren Liedern Abschiede würdevoll und individuell zu gestalten und die Trauergemeinschaft zum Mitsingen einzuladen. Ein hörenswertes Radio-Interview von Alwine Deege im Domradio Köln über ihre Trauer- und Singarbeit, in dem sie sagt, dass das Wichtigste bei der Sterbebegleitung das "Da-Sein" ist und Singen sie glücklich mache, weil es sie mit ihrer Seele verbinde.


MitgLIEDER im Fokus
Nicole Rubinstein-Gross:
Ich will mich spüren
Als niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin und langjährige Hobby-Chorsängerin hatte ich schon länger dieses Hirngespinst, Psyche und Singen irgendwie zu verbinden. Da ich aber weder richtig Noten lesen konnte noch ein Instrument spielte, verwarf ich den Gedanken immer wieder. Und doch googelte ich von Zeit zu Zeit immer wieder herum und stieß 2016 auf den Verein "Singende Krankenhäuser". Ich schilderte Vera Kimmig damals meine Bedenken, aber sie lud mich trotzdem herzlich in die Weiterbildung ein. Die Wirkung der Lieder auf mich war intensiv, zumal ich mich in dieser Zeit in einer großen privaten Lebensveränderung befand. So konnte ich u.a. erleben, wie emotionsregulierend sie waren. Ich war am richtigen Ort angekommen. Das wollte ich lernen, damit wollte ich arbeiten.... Hier geht es weiter
2018 begann ich mit meiner ersten Singgruppe, im Gepäck eine Ukulele, auf der ich mittlerweile fünf Akkorde greifen konnte. Die Leidenschaft, diese besondere Form des Singens unter die Leute zu tragen, treibt mich bis heute an. Die Resonanz ist groß, gerade in diesen veränderten Zeiten suchen die Menschen nach Halt, Verbundenheit und Entlastung. Mittlerweile leite ich mehrere freie Gruppen und seit über einem Jahr auch eine Gruppe in einem Seniorenheim. Auch habe ich eine Singleiter-Kollegin in einer Tagesklinik für Psychosomatische Medizin zeitweise vertreten dürfen. Mit dem heilsamen Singen noch mehr in diesem Bereich Fuß zu fassen, wäre für mich ein schönes nächstes Ziel.
Mit dem Inhalt meines Liedes möchte ich in wenigen einfachen Worten ausdrücken, was seelisch passiert, wenn wir unsere Lieder singen: Die Selbstwahrnehmung wird gefördert, wir nehmen Kontakt zu uns selber auf und verbinden uns auf einer tieferen Ebene mit den Mitsingenden. Das trägt häufig zu einer inneren Stabilisierung bei und kann heilen.
Psyche und Singen verbinden. Mein Wunschtraum ist wahr geworden.

Feedback des Monats
Singleiterin Nicole Rubinstein-Groß berichtet aus ihrer Singgruppe
Ich singe einmal im Monat mit Senioren. Das ist in vielfacher Hinsicht dermaßen anders, als ich es aus meinen anderen Gruppen kenne, auch muss ich anders arbeiten und die Liedauswahl anpassen. Unsere heilsamen Lieder dürfen trotzdem nicht fehlen, ich mache eine bunte Kombi., auch einiges mit Bewegung, wie ich es in den Modulen gelernt habe.
Nun zur Rückmeldung einer Teilnehmerin: Brigitta, 94 (!), verpasst keinen Termin und ist immer schon mindesten 20 Minuten früher da. Als ich das allererste Mal "Epo itaitai" mit der Gruppe ausprobierte, mit Bewegungen natürlich, runzelte sie die Stirn und platze heraus: "So ein Blödsinn!". Besteht jedoch darauf, dass wir es jedes Mal singen :-).
Letztes Mal erklärte sie mir vor dem Singen folgendes, als wir noch alleine waren: "Das, was wir hier machen, ist ja eigentlich völliger Blödsinn. Ich sage manchmal zu mir, Brigitta, was machst du denn für eine Scheiße mit? Aber es ist eine schöne Scheiße. Komisch. Wenn ich mal bedrückt war, ist es danach weg und ich habe gute Laune." Und nach jedem Singen sagt sie jedes Mal (als Einzige :-)): "Das war heute wieder schön."
Als "Schöne Scheiße" hat man meine Arbeit noch nie anerkennend bezeichnet... Aber ich weiß es einzuordnen und freue mich über meinen ältesten und treuesten "Singgruppen-Fan".
Nicole Rubinstein-Groß
Spenden für´s Singen
Als gemeinnützige Organisation dürfen wir Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausstellen. Bitte gib hierfür im Verwendungszweck deine vollständige Adresse an.
Wir bedanken uns herzlich für jede Spende zugunsten unserer Arbeit.
Wenn du zweckgerichtet spenden möchtest, kannst du gerne unser Spendenprojekt in Rumänien unterstützen. Es ist Tradition bei Singende Krankenhäuser e.V., über unsere Landesbotschafter ein rumänisches Singprojekt zu fördern. Seit 2023 singt unser Mitglied und Botschafterin Erzsébet Gazdag begeistert und mit großem Erfolg mit behinderten Menschen in einer Einrichtung. Bitte gib im Verwendungszweck „Rumänien“ an.
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