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2. Abend der Heilsamen Lieder in Waren an der Müritz

Anke Holzapfel, Matthias Hübner, Sabine Franz, Johannes Klan (v.l.)

Im Kurzentrum Waren (Müritz, Mecklenburg/Vorpommern) fand am 17.01.2020 ein Mitsing- und Lauschkonzert statt, das von unserem Mitglied und Singleiter Matthias Hübner organisiert wurde und das SiKra mit unterstützte. Es trug das Motto: Singen öffnet, Gemeinschaft verbindet!

Matthias Hübner berichtet:

"Der 2. Abend der heilsamen Lieder in Waren war ein voller Erfolg! Statt der erwarteten 100-150 Teilnehmer kamen 240 Mitsänger*innen. Unter der Anleitung von Matthias Hübner und Anke Holzapfel in Begleitung von Sabine Franz (Flöte) und Johannes Klan (Git./Klav.) wurde gesungen, getanzt, geklascht und geschüttelt. Die Lieder luden ein zur Begegnung mit sich selbst, aber auch zur Begegnung untereinander. Das Publikum war bunt gemischt aus Patient*innen der AHG Klinik Waren, aus ganz vielen Mitarbeiter*innen der Klinik, zahlreichen ehemaligen Patient*innen der Klinik, die extra für den Abend angereist kamen und aus ganz vielen Menschen aus Waren und Umgebung, die neugierig auf dieses Format waren.

Beseelt und erfüllt von Begegnungen und Ohrwürmern ging der Abend viel zu schnell vorbei. Eine Wiederholung scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Ein großer Dank gilt dem Verein Singende Krankenhäuser e.V. für die Unterstützung, dem Kurzentrum Waren für den schönen Saal, der AHG Klinik Waren für alle tollen Menschen dort und natürlich allen, die den Abend mitgestaltet und vorbereitet haben. Das Format "Liedernacht" hat in Waren seinen Platz gefunden und wartet auf Gäste aus der Welt der Singenden Krankenhäuser."


Erstes Marketing-Seminar für Singleiter mit Heiko Römhild

Heiko Römhild, links, Vera Kimmig, 2.v.l.

Vera Kimmig besuchte von 15. - 17.11.2019 in Wiesbaden das bereits mehrfach angekündigte Seminar zum Online-Marketing, das organisatorisch und preislich analog zu unseren Modulen aufgebaut ist. Zielgruppenorientiert richtete es sich speziell an den Bedürfnissen unserer fertigen oder sich in Ausbildung befindlichen SingleiterInnen aus. In verhältnismäßig kleiner Runde von insgesamt 7 Teilnehmern konnten intensiv die Fragen angesprochen werden, wie man marketingtechnisch die eigene Homepage aufbaut oder nutzt  bzw. sich der sozialen Medien bedient, um sich erfolgreich als Singleiter zu positionieren. Hier der Erfahrungsbericht von Vera Kimmig:

"Hallo liebe Singleiter und solche die es noch werden wollen:

Sieben wissbegierige Singleiter fanden sich in Wiesbaden zusammen, um in die Geheimnisse des Internet-Marketings einzudringen.

Sind für dich Homepage, Lead, Conversion, Templates, Landingpages, Webhosting, URL, Globel Timerline, SEO, Internet-Marketing........ Worte, die für dich unverständliches beinhalten? Dann lies weiter, denn hier findet sich ein Lösungsweg!!!

Hast Du dich schon mit einigen Begriffen wie Google, Facebook, Youtube auseinandergesetzt, hast eine Homepage, wie ich, die aber nicht Social-Media-kompatibel ist? Beim Seminar erfährst du, wie es geht!

Melde dich einfach zum Marketing-Seminar von Heiko Römhild an, welches auch bezahlbar ist!

In Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung sinken die Eintrittshürden für neue Technologien dramatisch und neue Märkte und Möglichkeiten eröffnen sich täglich. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es mit geringeren Mitteln möglich, globale Präsenz zu erreichen.

Deine Vision, Deine Herzenswünsche zu erreichen, hat viel mit Marketing zu tun. Um das tun zu können, was Du willst, wo Du es willst und wann Du es willst, braucht es eine solide Basis. Wer nicht weiß, wie die nächste Rechnung zu bezahlen ist, kann weniger über die eigene Berufung nachdenken. Finanzieller Erfolg führt zu weiteren Freiheiten. Wer Geld und somit Energie hat, kann entscheiden, was er wann wo und wieso machen möchte.

Wir sollten die Möglichkeiten von Internet, Google, Youtube, Facebook, Paypal bewusst, achtsam und effektiv nutzen, um dem Sinn von Singende Krankenhäuser e.V. eine unüberhörbare Stimme in einer lauter werdenden Welt zu geben. Ein Einzelner kann leicht übersehen werden, eine große Gruppe, die sich harmonisiert und im Einklang die gleiche Botschaft sendet, kann nicht ignoriert werden. Unser Thema, das "heilsame Singen", in die Welt zu tragen, lohnt es.

Heiko nahm uns in einer leicht verständlichen Weise mit auf diese Fach-Exkursion, so dass wir zwar mit rauchenden Köpfen, aber jeder mit Umsetzungsideen am Ende des Seminars nach Hause fuhren. Er begleitet uns auch weiterhin und erstellt mit uns zusammen unsere eigenen Templates (Seiten) und Videos, damit wir das Gehörte für unsere Ziele nutzen können.

Kann nur jedem diesen Kurs empfehlen, falls ihr eine HP gestalten wollt, eurer HP Landingpages voranstellen wollt, oder ihr einfach mal diese wichtigen Möglichkeiten für euch nutzbar machen wollt.

Somit tragt ihr auch bei, dass wir immer mehr als großes Netzwerk in den Social Media erkennbar sind!"


20 Jahre Förderverein Selbsthilfe e.V. Würzburg

"Der Förderverein Selbsthilfe Würzburg e.V. feierte am 18.10.2019 im Gut Wöllried Jubiläum unter Mitwirkung der Musiker Vera Kimmig, Benjamin Penna und Matthias Hübner.

Es gibt über 280 Selbsthilfegruppen in Würzburg. Die Selbsthilfe stellt eine wichtige Säule der gesundheitlichen und sozialen Versorgung dar und ist für viele Menschen ein "Fels in der Brandung". Finanziell und ideell unterstützt wird die Selbsthilfe in Würzburg seit 20 Jahren durch den Förderverein Selbsthilfe e.V.. Aus diesem Grund feierte der Verein am vergangenen Freitag mit über 100 Gästen das Jubiläum. Der erste Teil dieses besonderen Tages startete mit einem zweiteiligen Workshop "Heilsames Singen" der Gesangspädagogin Vera Kimmig und ihren Kollegen Benjamin Penna und Matthias Hübner. Hierbei wurde den Anwesenden die heilsame Wirkung des Singens nahegebracht. "Singen ist Medizin" lautete das Motto. Die lockere Atmosphäre, welche Vera Kimmig schaffte, ermutigte jedermann zum Mitmachen und zauberte ein Lächeln in die Gesichter der Teilnehmer.

Dem zweiten Teil des Workshops folgte ein Vortrag von Frau Dr. Löffler vom Universitätsklinikum Würzburg, spezialisiert auf Onkologie und Komplementärmedizin, über die Thematik der "Aktiven Pause".

Matthias Hübner, Benjamin Penna, Vera Kimmig (v.l.)

Mit dem Besuch der Klinikclownin Frau Schnipsel, die für heitere Stimmung sorgte, wurde der offizielle Teil eröffnet. Anschließend begrüßte die Sozialreferentin Frau Dr. Hülya Düber die Festgäste. Sie beglückwünschte den Verein, allen voran die Vorsitzende Beate Beyrich, zu dem großartigen Engagement in den letzten Jahren und sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Selbsthilfe durch die Stadt Würzburg zu. Das Aktivbüro, die städtische Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen wurde durch Christian Holzinger (Leiter) und Susanne Wundling vertreten. Herr Danelzik, Gründungsmitglied des Fördervereins, gab den Anwesenden einen kurzen historischen Einblick in die Geschichte des Fördervereins. Der gelungene Abend wurde durch ein letztes gemeinsames Singen der Musikstücke aus den Workshops und einer Einladung zum Buffet abgerundet."

Bericht und Foto: Josefine Espig


SiKra beim Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e.V.

... am 26.10.2019 in Stuttgart

Am womöglich letzten sonnig-warmen Samstag dieses Herbstes fand in Stuttgart der diesjährige „Selbsthilfe-Tag“ des LVPEBW e.V. statt. Unter dem Motto „Recovery aktiv gestalten“ trafen sich ca. 40 Mitglieder, um sich über verschiedene Selbsthilfe-Projekte zu informieren, zwei Fachvorträgen zu lauschen und sich über Genesungs-Erfahrungen auszutauschen.

Den klangvollen Abschluss des Treffens bildete dabei der Tagesordnungs-Punkt „Die Singenden Krankenhäuser e.V. stellen sich vor“. Klaus Loescher (zertifizierter Singleiter des PZN Wiesloch, Bild links) gab den Anwesenden in einem Kurzvortrag eine erste Idee von den Zielen der „Singenden Krankenhäuser“ und vom Heilsamen Singen, bevor er zum „praktischen Ausprobieren“ einlud. Obwohl nur eine Handvoll Teilnehmer bereits Sing-Erfahrung hatten, erfüllte schon nach wenigen Minuten ein kraftvoller, vielstimmiger Klang den Raum, und die anfangs eher skeptischen Gesichter begannen zu strahlen. Am Ende bedankte sich der stellvertretender Vorsitzende Herr Metzger für diesen anschaulichen und lebendigen Eindruck vom Potenzial des Heilsamen Singens, welches so viele Gemeinsamkeiten mit dem Grund-Gedanken des „Recovery“ aufweist. Der Vorstand von SiKra hat großes Interesse an einer vertieften Zusammenarbeit mit dem LVPEBW, um sich gemeinsam für eine „Vermenschlichung“ der aktuellen Gesundheitspolitik stark zu machen.

Bericht: Klaus Loescher
Bilder: Homepage des Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Baden-Württemberg e.V.


10. Symposium künstlerischer Therapien in der Altenarbeit vom 25.-27.10.2019 in Speyer

gemeinsames Singen

……wieder einmal war Vera Kimmig auf einem Symposium und durfte diesmal versierten Musiktherapeuten die wundervolle Art des „heilsamen Singens“ in einem Workshop vorstellen und sie mitnehmen in innere und äußere Beweglichkeit. Denn darum ging es hier: Künstlerische Therapien in der Altenarbeit. Thema: „Beweglich sein!“

Vera Kimmig berichtet:

"Eingeladen hatte das Netzwerk Musiktherapie mit alten Menschen in Kooperation mit: Werkstatt Demenz e.V., ALMUTH, Kunstdialog, DMtG-Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft, MSH-Musical School Hamburg und arts-and-change, Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit.

Bei dem diesjährigen Thema denkt man spontan an die motorische Bewegung. Tanztherapie, Eurythmie, Dramatherapie - denn diese nutzen die körperliche Bewegung auf sehr vielfältige Weise. Keine Kunst kann auf die Bewegung verzichten. Der Pinselstrich bedarf der Bewegung genauso wie das Lied, das Spiel auf einem Instrument oder die Spur im Material Ton.
Aber dann gibt es noch die Emotion, also die innere Bewegung. Welche Bedeutung spielt diese innere Beweglichkeit in der Begleitung von Menschen mit Demenz? Wie können wir künstlerischen Therapeut*innen die innere Beweglichkeit im Alter und von Menschen mit Demenz fördern? Wie gehen wir damit um, wenn die innere Beweglichkeit erstarrt zu sein scheint oder die motorische Beweglichkeit besondere Herausforderungen an uns stellt?

Weitere Themen waren auch: Wie gestalten und nutzen wir den Zwischenraum der therapeutischen Triade? Welche Bewegungen vollziehen sich dort? Wie gelingt es über die Jahre der Berufstätigkeit in der therapeutischen Begegnung resonanzfähig zu bleiben, als ein stabiles, belastbares und ebenso spielerisch tänzerisches Gegenüber. Was können wir für uns selbst tun, um uns diese Beweglichkeit und Flexibilität zu bewahren?

gemeinsames Bewegen

Das Hauptthema war von vielen Nebenthemen begleitet und es war viel Raum für den kollegialen Austausch. Viele der anwesenden Referenten erzählten Spannendes aus ihrem Berufsalltag und den Umgang mit ungewöhnlichen Situationen oder besonders schönen Momenten. So hörten wir Clowns-Geschichten der humorvollen Begegnung. Eine Kunsttherapeutin stellte Bilder aus ihrem Arbeitsalltag vor und erzählte, wie sie ältere, oft sich isoliert fühlende Menschen mit künstlerischen Mitteln begleitet und inspiriert, ihren eigenen "Bewegungsfluss“ zu entdecken. Eine Ärztin erläuterte, welche persönlichen Kompetenzen des Therapeuten wichtig sind im Umgang mit dementiell veränderten Menschen. Sie verdeutlichte, dass Kongruenz, Empathie und Wertschätzung Variablen sind, für die Wichtigkeit eines reflektierten Umgangs.

Mit meinem eigenen Workshop „Sing dich frei! Heilsames Singen und Bewegen“, brachten wir die Zellen der teilnehmenden Musiktherapeuten in Schwingung und erlebten, wie unserer durch das Singen belebten Lebensfreude eine befriedende und energetisierende Kraft innewohnen kann. Solcherart Erlebtes kann auch gut weitergegeben werden, denn auch für unsere anvertrauten Senioren ist Singen "Medizin“ und hält den Körper und die Seele des Menschen auf vielerlei Arten zusammen. Leistungsfreies Singen und sanftes Bewegen kann eine wohltuende Kraftquelle im Alltag sein und das nicht nur für ältere Menschen! Musik und hier besonders das selbst singen ist eine der Möglichkeiten, aktivierende Gesundheit zu praktizieren, da sofort bioverfügbare Hormone da sind. Durch eine Kombination von gefühlvollen, rhythmischen, tanzähnlichen Bewegungen werden beim gemeinschaftlichen Singen Ressourcen geweckt, die Selbstregulationsfähigkeiten verbessern und neben der gezielten Förderung von Mobilität, Sprech- und Kommunikationsvermögen, auch Lebensfreude, Solidarität und Sinnperspektiven stärken. Frei nach der Aussage von Yehudi Menuhin:
„Wenn einer aus der Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. ……..!“

Spannend wäre für mich auch der Workshop „Eurythmie in Seniorenheimen“ gewesen, doch hatte ich zur gleichen Zeit meinen Workshop. Habe aber die Dozentin auf einer anderen Tagung schon einmal erleben dürfen und schätze ihre Arbeit sehr! Deshalb hier nur ein Auszug aus der Ausschreibung im Tagungsprogramm:
"Im Vergleich zu anderen Künsten und Bewegungskünsten ist die Eurythmie mit ihren gerade mal 100 Jahren eine noch recht junge Kunst. Die wenigsten Teilnehmer in den Seniorenheimen können auf Vorerfahrungen aus der Jugend mit der Eurythmie zurückgreifen, aber sie haben alle Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen an und mit der Sprache der Musik. Fast jeder kennt Verse und Gedichte auswendig oder kann sich zur Musik bewegen. Diese Fähigkeit nutzt auch das Bewegungsangebot der Eurythmie."


Beseeltes Singen, Lachen, Tanzen und Entspannen

Moni Müksch, Robert Meisner (einziger männlicher Teilnehmer), Silke Jansky, Claudia Plafinger (v.l.)

Unter dem schönen Motto „SingenLachenTanzen“ (SiLaTa) verbrachte Claudia Plafinger aus Traunstein - unser langjähriges Mitglied und Mitarbeiterin in der Homepage-Pflege - einen erfüllten und beschwingten Tag in einer wunderschönen Landschaft, zu dem sie auf den folgenden Zeilen einen persönlichen Erfahrungsbericht gibt. Der Seminartag stellte eine anregende Verbindung aus Lachyoga und heilsamem Singen dar:

"Als Lachyoga-Leiterin hat Moni Müksch (Foto links) immer wieder mal Lieder und Tänze eingebunden in ihre Seminare. Die Resonanz war so groß, dass sie sich entschied, die Ausbildung zum „Singleiter für Heilsames Singen“ bei den „Boss-Singers“ - wie Katharina und Wolfgang Bossinger liebevoll genannt werden, zu machen. Mit den wunderbaren Songs im Gepäck, wurde sie immer wieder zu großen internationalen Lach-Kongressen eingeladen, ihre Lieder vorzustellen. Und siehe da: die Lachfreudigen liebten diese tiefgreifenden Momente des Singens!

Vor allem eine besondere Frau: Silke Jansky. Als Ergotherapeutin und Lachyoga-Lehrerin saß sie in einem dieser Sing-Workshops und war tief beseelt. Sie engagierte Moni vom Fleck weg, in der Region Hannover Chant-Abende zu leiten. Diese Zusammenarbeit trug weitere Früchte: Auch andere Begeisterte im Norden Deutschlands engagierten die singende Moni.

Der Höhepunkt dieser singenden, lachenden Freundschaft war der 19.10.2019: die beiden lebenslustigen Frauen beschlossen, einen ganzen Tag gemeinsam zu gestalten – mit dem Format SILATA: Singen, Lachen, Tanzen und Entspannen! Sie wählten dafür einen ganz besonderen Ort: Den Seminarbauernhof Brunn-Gut, eingebettet in die wundervolle Landschaft des Flachgaus im Salzburger Land nahe der Welt-Musikstadt Salzburg.

Seminarbauernhof Brunn-Gut in Seekirchen am Wallersee, Österreich

Silke Jansky sorgte für ordentliche Lacher - wie man auf den Fotos sehen kann - und wunderbare Klangschalen-Entspannung. Moni Müksch war die Tanz- und Sing-Leiterin. Das Besondere war, dass Moni an diesem Tag ihre neue CD „be-seelt“ präsentieren konnte, die frisch aus dem Presswerk am Abend zuvor eingetroffen war!

Die TeilnehmerInnen spürten an diesem Tag ganz deutlich: Das gemeinsame Tun wirkt sich heilsam auf Körper, Geist und Seele aus. Es befreit von anhaltenden Belastungen, die zu BurnOut führen können, und wirkt präventiv. Kreativität und Energie werden frei, da wir im Moment gegenwärtig sind und unser Gedankenkarussell still steht."

Wer mehr zu diesem Tag und den Protagonisten erfahren möchte, kann sich direkt mit Claudia Plafinger in Verbindung setzen: www.herzklangraum.de

Fotos: Claudia Plafinger


Zentrum für Psychiatrie Calw - Klinikum Nordschwarzwald als Singendes Krankenhaus zertifiziert

Birgit Kraft, Schirmherrin Gerlinde Kretschmann, Geschäftsführer Michael Eichhorst, Katharina Hesselschwerdt, Elke Wünnenberg (v.l.)

"Am 11. Oktober 2019 durften wir mit dem Zentrum für Psychiatrie in Calw-Hirsau das nunmehr 88. Singende Krankenhaus auszeichnen. Der Termin war vor Ort lange und gründlich vorbereitet worden, denn Ehrengast Gerlinde Kretschmann überreichte die Urkunde feierlich an den Geschäftsführer Michael Eichhorst. Elke Wünnenberg, Vorstandsvorsitzende, hielt den Festvortrag, der dem Motto folgte: "Singen fängt da an, wo Reden aufhört!"

Das Singangebot am Klinikum Nordschwarzwald wird maßgeblich von Singleiterin und Mitglied Birgit Kraft und ihrer Kollegin Katharina Hesselschwerdt getragen, wofür wir herzlich danken. Denn erst das praktische Tun kann Begeisterung entstehen lassen und mit zufriedenen Singgruppenteilnehmern und Patienten den Weg zu einem Singenden Krankenhaus ebnen.

Elke Wünnenberg führte in ihrem Vortrag weiter aus, dass es Sinn mache, die Musik als Therapie zu verwenden. Durch das Singen von einfachen, lebensbejahenden Liedern könnten sich beispielsweise Menschen in großen Lebenskrisen entspannen, "werden glücklich". Es gebe mittlerweile deutliche Forschungshinweise, dass Singen hilfreich sei. Alle Strukturen in Geist und Körper, die mit Angst zu tun hätten, würden reduziert, die Traurigkeit verarbeitet. Singen könne die Gesundheit anregen und zwar bei allen, sowohl den Gesunden als auch den Kranken, egal ob sie psychisch oder körperlich krank seien. Singen aktiviere die "Selbstkräfte" und helfe, sich selbst zu beruhigen, zu motivieren, zu bremsen und zu wachsen.

Singleiterin Birgit Kraft

Seit sechs Jahren gibt es die Gruppe "Sing for Soul" in der Psychiatrischen Tagesklinik in Pforzheim-Eutingen. Wegen des großen Erfolges wurde sie jetzt auch auf das Haupthaus in Hirsau ausgeweitet. Mit Abschluss zur zertifizierten Singleiterin, sagte Birgit Kraft, seien neue Kenntnisse des "heilsamen Singens" hinzugekommen, die von den Teilnehmern dankbar angenommen worden seien. Mit vielen positiven Rückmeldungen wurde die Gruppe auf das Haupthaus im Klinikum Nordschwarzwald Calw-Hirsau erweitert. Seitdem ist es den dortigen Patienten, ehemaligen Patienten sowie Mitarbeitern gleichermaßen möglich, am Heilsamen Singen teilzunehmen. Wichtig sei dabei, dass die Gruppe offen für alle sei, also sowohl Patienten als auch Mitarbeiter oder Menschen von außerhalb. Gerade für Menschen mit psychischen Problemen sei es schwer, auf andere zuzugehen und sich auszudrücken.

Gerlinde Kretschmann betonte, wie wichtig das Singen, insbesondere im Kirchenchor auch für sie sei und dass sie dem Haus viel Glück und Erfolg für die Zukunft wünsche."

Elke Wünnenberg fügt ergänzend hinzu:
"Ein "Herzliches Dankeschön" an alle Beteiligte! Die Singleiterin Birgit Kraft mit ihrer Assistentin Katharina Hesselschwerdt fanden Würdigung für ihr Singgruppenwirken im Klinikalltag - und schafften über Erfahrungsbericht, musikalischen Input und Mitsingaktion die Versammelten mitten hineinzunehmen in die Idee und Erfahrung, dass Singen ein Gesundheitserreger ist. Nun ist mit der Zertifzierung das ZfP Calw seinem eigentlichen Auftrag, ein Gesundwerdhaus zu sein - sicherlich ein Stück näher gekommen."

Presseartikel:
"Als "Singendes Krankenhaus" ausgezeichnet - Zentrum für Psychiatrie Calw des Klinikums Nordschwarzwald in Hirsau erhält Zertifikat für Musiktherapie". Schwarzwälder Bote, Nordschwarzwald Nr. 237, 12.10.2019, von Bernd Mutschler
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