Zertifizierung

Voraussetzung für die Zertifikatsvergabe

Der Abschluss der Weiterbildung sowie die Mitgliedschaft im Verein Singende Krankenhäuser e.V. ist die Voraussetzung für den Erhalt eines Zertifikats.

  • Für das Zertifikat im Bereich Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind 5 aus insgesamt 8 Modulen zu wählen, darunter das Modul „Singen als Dialog – Theorie und Methodik heilsamen Singens“ verpflichtend.
  • Für das Zertifikat im Bereich Altersheime und Seniorenarbeit sind 4 aus insgesamt 7 Modulen zu wählen, darunter das Modul „Singen als Dialog – Theorie und Methodik heilsamen Singens“ verpflichtend.

Werden beide Zertifikate angestrebt, müssen für das jeweils andere Zertifikat nur noch 2 Module besucht werden.

Nach Abschluss der geforderten Anzahl an Modulen ist die Singleiter-Zertifizierung bei der Geschäftsführung Sonja Heim zu stellen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist die Mitgliedschaft im Verein erwünscht. Mitglieder der Singenden Krankenhäuser e.V. erhalten einen 10%-igen Rabatt auf alle Weiterbildungsmodule.

Anerkennung von therapeutischen/musikalischen Qualifikationen und Berufserfahrung

Beim Nachweis von musikalischen und therapeutischen Vorqualifikationen bzw. langjähriger Berufserfahrung im Gesundheitsbereich kann über einen formlosen Antrag an die Geschäftsstelle die Gesamt-Modulzahl reduziert werden.

Auch die Module kooperativer Weiterbildungen (z.B. Akademie Singen und Gesundheit oder des österreichischen Vereins Singdichgesund) können für die Weiterbildung anerkannt werden. Zur Sicherung der Kenntnis der Leitlinien von Singende Krankenhäuser e.V. ist jedoch die Teilnahme an mindestens 2 Modulen, darunter das Modul „Singen als Dialog – Theorie und Methodik heilsamen Singens“ verpflichtend.

Bei Fragen zur Anerkennung und formlosen Antrag auf Modulreduktion wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle. Bei Bedarf hält diese Rücksprache mit den Weiterbildungsdozenten.

Zur Bedeutung des Zertifikats – Gemeinsamkeiten und Abgrenzung der Weiterbildung zu anderen Ausbildungsgängen

Das Zertifikat ist eine Teilnahmebescheinigung, die neben der persönlichen Qualifikation für die Anleitung von Singgruppen auch das Anliegen der Initiative dokumentiert.

Das Zertifikat kann bei der Bewerbung an Gesundheitseinrichtungen hilfreich sein und dient der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit für die Zielsetzungen des Netzwerks. Die Weiterbildung und das Zertifikat sind jedoch nicht mit einer Ausbildung (wie z.B. als Musiktherapeut/in) zu vergleichen.

Die Singangebote von Singende Krankenhäuser e.V. wurden entwickelt, um die Randbedingungen für Therapien zu verbessern und zur Erweiterung von Behandlungsangeboten einen Kontext für Begegnung und leistungsdruckfreien schöpferischen Ausdruck in Gesundheitseinrichtungen zu schaffen.

Bei Fragen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Singangeboten von Singende Krankenhäuser e.V. und Abwägeprozessen zwischen einer therapeutischen Grundausbildung und der Teilnahme an unserer Weiterbildung, wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle: vera.kimmig@singende-krankenhaeuser.de

Rechte und Pflichten der zertifizierten Singleiter/innen

Mit der Zertifizierung verpflichten sich die Anleitenden der Singgruppe zur Einhaltung der Leitlinien der Initiative, die auf der Mitgliederversammlung 2013 verabschiedet wurden. Darüber hinaus bleiben sie den Richtlinien eigener Fach- und Berufsverbände verpflichtet. Im Sinne einer Unterstützungskultur stehen Mitgliedern von Singende Krankenhäuser e.V. auch nach Abschluss der Ausbildung Supervision und Patenschaften mit anderen Mitgliedern des Netzwerks zur Verfügung.

Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Die Initiative verzichtet bewusst auf die Eignungsprüfungen vor Beginn der Ausbildung, Abschlussprüfungen oder Rezertifizierungsmaßnahmen. Ebenso wie die Anerkennung von Patientenkompetenzen stärken wir die Selbstverantwortung von Singleiter/innen in der Ausbildung.

Die zentralen Entwicklungsziele der Weiterbildung sind:

  • Die Entwicklung einer sicheren Singstimme und Liedbegleitung
  • Die Fähigkeit zur Selbststeuerung in der Rolle als Singleiter und Krisenkompetenzen
  • Die Gestaltung von leistungsdruckfreien, kreativen Singangeboten
  • Das Verständnis des Menschenbildes, Zielsetzungen (Abgrenzung zur Therapie) und Methodik der Singgruppenarbeit sowie Kooperation mit Gesundheitseinrichtungen

Die Qualitätssicherung und Entwicklung der Weiterbildung wird durch eine systematische Evaluation gewährleistet. Während der Ausbildung stehen die Dozenten für Fragen und Unterstützung zur Verfügung. Jedes Weiterbildungsmodul enthält Praxiseinheiten, die zur Erprobung der Anleiterrolle genutzt werden können.

 

Auf Wunsch veröffentlichen wir die Kontaktdaten und Singgruppenangebote auf unserer Übersichtskarte auf dieser Homepage.

Wer ein Singangebot in einer Einrichtung aufbauen möchte, kann hierzu Info- und Vortragsmaterialien bei uns anfordern und eine Beratung in Anspruch nehmen. Wir geben unsere Erfahrungen auch im Mitgliederbereich („Best Practice“) weiter.

Auf Wunsch veröffentlichen wir die Kontaktdaten jeder Singleiterin, jedes Singleiters auf unserer Singleiter-Karte auf dieser Homepage.

Der Erhalt der Singleiter-Urkunde per Post ist sicher für jeden Teilnehmer ein Moment der Freude. Noch größere Freude kommt auf, wenn die Dozenten den frischgebackenen Singleitern in ihrem letzten Modul unter viel Applaus und „Besungen-Werden“ die Urkunde persönlich überreichen dürfen. Wer seine Freude dieser Art mit uns teilen möchte, reicht seinen Antrag auf Zertifizierung einfach drei Wochen vor dem letzten angemeldeten Modul bei der Geschäftsführung ein mit dem Hinweis „Urkunde im letzten Modul aushändigen“ (EMail an sonja.heim@singende-krankenhaeuser.de).

Auch die Übergabe des Zertifikats an eine Einrichtung kann mit einer öffentlichen Feier gestaltet werden (siehe Blog).

Weiterbildungsteilnehmer mit großen Vorkenntnissen im musisch-therapeutischen Bereich erhalten Module erlassen. Auf Grundlage des Antrags wird von Vereinsseite aus über die Verleihung des Zertifikats entschieden. Im Zweifelsfall empfiehlt sich im Voraus eine Abklärung im Beratungsgespräch mit der Geschäftsstelle Vera Kimmig