Singend der Krankheit begegnen

Kooperationsprojekt zwischen dem Verein Singende Krankenhäuser e.V. und der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

v.l.: Dr. Mareike Schwed, Gisela Steinert, Stephanie Heinze, Henrike Graef, Elke Wünnenberg

Am Samstag, den 26. August 2017, fand in Sulzbach / Taunus (Nähe Frankfurt am Main) die Einführungsveranstaltung zum Selbsthilfe-Pilotprojekt „Singend der Krankheit begegnen“ anläßlich der JuPark-Südhessen-Veranstaltung statt. Hierbei handelt es sich um das Kooperationsprojekt zwischen dem Verein Singende Krankenhäuser e.V. und der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung. Diese ist bundesweit eine wichtige Anlaufstelle, bei der Patienten mit Morbus Parkinson eine unabhängige Beratung sowie wesentliche Informatonen zum Umgang mit der Krankheit erhalten. Die Stiftung ist die erste private Stiftung in Deutschland, die die Erforschung nichtmedikamentöser Behandlungsmethoden bei Morbus Parkinson fördert. Darüber hinaus unterstützt sie wissenschaftliche Studien und leistet wichtige Aufklärungsarbeit, um mit der Krankheit mobil zu bleiben.
In der gemeinsamen Presseerklärung vom Juli 2017 heißt es: „Gemeinsam lässt sich häufig mehr erreichen als alleine, dies gilt vor allem, wenn jeder der Partner besondere Stärken mitbringt. (…) Nun haben die beiden Organisationen beschlossen, eine Kooperation einzugehen und konkrete Projekte umzusetzen. Ziel der Zusammenarbeit ist, Singen zu einem festen Bestandteil in der Parkinson-Therapie im Programm von Selbsthilfegruppen anzubieten. Als künstlerisch-aktivierendes Verfahren soll das Singen zu einer gängigen Behandlungsmethode werden. (…) Das Pilotprojekt soll ab dem 3. Quartal 2017 im Rhein-Main-Gebiet starten. Es ist geplant, Patienten und Angehörigen den Zugang zu alle 2 Wochen stattfindenden Singangeboten von 60-90 min. zu ermöglichen.“

Frau Gisela Steinert, Leiterin der JuPark Südhessen und engagierte Organisatorin der Veranstaltung hatte die Mitglieder ihrer Selbsthilfegruppe ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit zu einem ausgewogenen Programm in das Bürgerzentrum eingeladen: Im ersten Teil der Veranstaltung wurde über die neuesten Entwicklungen in der Behandlung und der Studienlandschaft informiert - im zweiten Teil fanden Ansätze zu nichtmedikamentösen Therapien Zeit und Raum.
Frau Dr. med Claudia Weiland, Fachärztin für Neurologie im Krankenhaus Hanau informierte über die neuesten Entwicklungen der Parkinson-Therapie. Evelyn Mahla und Silvia Jung vom Kompetenznetz-Parkinson e.V. informierten über das Onelineportal "Fox trial Finder", dass über aktuelle Forschungsprojekte und über Möglichkeiten zur Teilnahme an diesen. Die Michael J. Fox Foundation hat in 2013 den Fox Trial Finder in Deutschland eingeführt. Dr. Mareike Schwed, Sportwissenschaftlerin, der Neurowerkstatt in Pfungstadt und Beiratsmitglied der Hilde-Ulrichs-Stiftung, berichtete über die Ergebnisse ihres Workshops „Die bewegte Selbsthilfegruppe“ – und wurde in ihrer Begeisterung, Kreativität und Kompetenz von den außergewöhnlich positiven und lebendigen Rückmeldungen der beteiligten Patienten ergänzt und gewürdigt.

Um 16 Uhr eröffnete Dr. Jürgen Weber, Vorsitzender der Hilde-Ulrichs-Stiftung, die Vorstellung des Singprojektes. Elke Wünnenberg, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Singende Krankenhäuser e.V.“ und Henrike Graef, zertifizierte Singleiterin griffen nach kurzen Einleitungsworten zu ihren Gitarren und brachten das zu dieser Zeit bereits „dampfende Raumklima“ noch mehr in Wallung. So sprang der Funke der Heilsamen Lieder sofort auf die mehr als 50 Teilnehmer über und ein „Singen, Schwingen und Schwitzen“ rundete das intensive Zusammensein an diesem heißen Augusttag ab.
Das angefügte Bilder gibt einen visuellen Eindruck der gelungen Veranstaltung wieder. Frau Heinze, Geschäftsführerin und Stiftungsbeauftragte der Hilde-Ulrichs-Stiftung zeigte sich sehr zufrieden mit dem Start des Pilot-Projektes Rhein-Main. Singende Krankenhäuser dankt insbesondere auch Frau Gisela Steinert für die wunderbare Organisation und Moderation dieses Tages.

Zurück