Fortbildung der Bayerischen Krebsgesellschaft für LeiterInnen von Selbsthilfegruppen

14. - 16.6. in Augsburg

Augsburg - drittgrößte und faszinierende Fuggerstadt Bayerns war Tagungsort für die diesjährige Jahrestagung. Diese Stadt bietet eine faszinierende Bandbreite von Römerfunden, Renaissancebauten, Reformationsgeschichte und Rokokokunst. Außerdem begeisterte mich das Tagungshotel der Diözese Augsburg, Haus St. Ulrich, welches mitten in der historischen Altstadt liegt und durch seine Größe und Lage ein Gefühl der absoluten Entspannung bietet.

Thema der Tagung war: Was macht mich im Alltag stark? Hilfreiche Informationen und Methoden zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) gab es durch die interessanten Vorträge der fachkundigen Referenten und angebotenen Workshops. Mit interessierter und offener Bereitschaft tauschten sich die Anwesenden auch in Kleingruppen aus und nahmen sicher viele neue Inspirationen für ihre Gruppen mit nach Hause.

Am zweiten Abend der dreitägigen Fortbildung stand die Einladung zum Heilsamen Singen auf dem Programm. „Sing Dich Frei“ - Heilsames Singen - Energieprogramm Lebensfreude“ war der Titel. Vorsichtig um sich schauend kamen die ersten Teilnehmer in den Raum und setzten sich möglichst in die letzte Reihe, da sie ja nicht singen könnten, wie sie sagten! Später, da viele der Tagungsteilnehmer in den Raum strömten, füllten sich auch die vorderen Reihen. „Wir sind sehr gespannt, was uns erwartet, denn wir können uns darunter überhaupt nichts vorstellen!". So wurde ich von einigen Anwesenden beim Abendessen angesprochen. Trotz vieler Vorbehalte in Bezug auf das Singen, füllte sich langsam der Saal mit den Gruppenleiter/innen.

„Ich bin Stimme, ich bin Klang, bin mein Tanzen, bin mein Gang, bin dabei, singe mich frei!“ Dieses Lied von Karl Adamek hörten die Teilnehmer schon beim Hereinkommen: Viele kamen gleich die Hüften im Rhythmus des Liedes schwingend herein und freudiges Lächeln erstrahlte auf den Gesichtern. Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft, Markus Besseler, lud ich die Anwesenden ein, verschiedene Möglichkeiten des Heilsamen Singens kennen zu lernen. Lustvoll summend, tönend, stampfend, den ganzen Körper bewegend oder meditativ nach innen spürend, so gestaltete sich das gemeinsame Erleben des Heilsamen Singens. Durch überleitende Texte und Bilder, die über Beamer auf eine Leinwand projiziert wurden, erfolgten auch noch viele Informationen über die Wirkweisen des Heilsamen Singen und über Singende Krankenhäuser e.V., sodass die Anwesenden informiert waren und es nun ihren Selbsthilfegruppen weitergeben können. Die freudvolle Begeisterung der Teilnehmer und die offene Bereitschaft alles mitzumachen, ist mir bei den Selbsthilfegruppen, immer wieder eine Freude und zeichnete diese Teilnehmer in Augsburg ebenfalls aus! Die Zeit verging wie im Flug und danach verließen die Anwesenden summend und singend den Vortragssaal, nicht ohne sich vorher noch mit Informationsmaterial über die „Singenden Krankenhäuser e.V.“ zu versorgen.

Bei einem Glas Wein in einer urigen Kneipe um die Ecke, klang dieser Abend dann noch gemütlich aus. Beim Verabschieden verliehen viele der Gruppenleiter/innen nochmals ihrer Begeisterung Ausdruck, wie gut ihnen diese entspannte Art des Singens getan hatte.

Vera Kimmig


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