1. Singing Planet Festival in Landsberg/Lech

Doro Heckelsmüller

Thomas Jüchter berichtet:

„Am Samstag, 23.2.2019 fand in Landsberg/Lech das erste Singing Planet Festival statt. Musiktherapeutin und SiKra-Mitglied Doro Heckelsmüller hatte die Idee zu diesem Festival und reiht sich damit ein in die Bewegung der Nächte der spirituellen Lieder und vieler anderer großartiger Initiativen für den Erhalt unseres Planeten.

Die Synergie von Singnacht und interaktiven, fair-ökologischen Aktionen zu Gemeinwohl und Weltbewusstsein macht uns lebendig und entschieden achtsam für unsere Erde.

Anka Draugelates (li.), Andrea Behm (re.)

Die Bewegung „Singing Planet“ will unseren lebendigen Planeten feiern, wenn Vögel, Wale, Bäume, Wasser … und wir Menschen mit der Vielfalt unserer Stimmen aus vollem Herzen singen! Die Vision dahinter ist, das ganzheitliche, ethische Gedankengut der Gemeinwohlökonomie für ein fair ökologisches Miteinander mit lokalen Initiativen, Gesangsvereinen und Singnächten zu verknüpfen. Das gemeinsame, unserem Heimatplaneten gewidmete Singen kann dazu inspirieren, zusammen vor Ort Verantwortung zu übernehmen. Die Stadt und der Landkreis Landsberg unterstützen das Festival.

Das Singing Planet Festival wird zudem unterstützt vom und-Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit (und-institut.de). Ganz im Wissen um die Verbindung von Humus und Humanus, worauf die und- und Erdfest-Aktivistin Hildegard Kurt hinweist (erdfest.org/de/stimmen-initiative), ist die Erde um so fruchtbarer, je mehr sie durchlüftet ist und was durchlüftet den Menschen mehr als hingebungsvolles Singen?

Die fröhlichen "Insektenführer" führten die Gruppen charmant und sicher durch den Elemente-Parcours

Der Tag wurde eröffnet mit einem Flashmob bei herrlichstem Sonnenwetter auf dem Hauptplatz von Landsberg. Über 70 Passanten stimmten mit ein in zwei Jodler für die Erde. Danach ging es weiter im Pfarrsaal der Kirche vor über 130 Teilnehmer*innen mit dem nicht zuletzt durch die musikalischen Kommentare der Stimmperformerin Anka Draugelates aus Regensburg (www.anka-draugelates.de) äußerst lebendigen und eindringlichen Vortrag der Rechtsanwältin und Sprecherin der Gemeinwohlökonomie-Bayern Andrea Behm.

Die von dem österreichischem Attac-Begründer, Autor und Tanzperformer Christian Felber ins Leben gerufene GWÖ will nichts weniger als das bestehende Wirtschaftssystem zu verändern. Weg von der rein ökonomischen Ausrichtung des Welthandels auf monetäres Wachstum hin zu Menschenwürde, Solidarität, sozialer Gerechtigkeit, demokratische und transparente Ausrichtung, ökologische Nachhaltigkeit (www.ecogood.org).

Anka Draugelates (li.), Doro Heckelsmüller (re.) und das Banner über ihnen

Die Ideen und Gedanken der GWÖ wurden sehr anschaulich im Element Feuer als sich im Anschluss an den Vortrag das Auditorium in vier Gruppen aufteilte, um einen Elemente-Parcours zu durchlaufen. An vier Stationen á 30 Minuten konnten die Teilnehmenden die Qualitäten von Feuer, Erde, Wasser und Luft auf sehr eindringliche, kreative, meditative Weise erleben und bestaunen.

Abends stimmte, angeleitet von Doro Heckelsmüller, dem Duo Lunalna mit Ilona Haug und Katharina Kraus sowie Thomas Jüchter in einem prall gefüllten Saal ein Chor von über 150 Sänger*innen in die Singnacht ein. Ein sehr eindrucksvoller Tag ging zu Ende.

Und die Idee geht weiter: Das Fest darf „auf Reisen gehen“. Es soll auch andere inspirieren, damit Gemeinwohlökonomie-Regionalgruppen auf Singkreise zugehen oder Singnachtorganisatoren/Gesangsvereine auf GWÖ-Regionalgruppen zugehen …und gern noch weitere Initiativen vor Ort sich anstecken lassen.

Singing Planet Festival - Banner

Das wundervolle Banner wird auf Reise gehen durch Städte/Orte und Singnächte in Deutschland, Europa… am besten mit der ‚zündenden’ Idee des olympischen Feuers, dass diejenigen die das nächste Festival ausrichten bei dem vorangehenden dabei sind und das Banner mitnehmen!

Ich habe es schon mal mit nach Buxtehude genommen… Im Blick haben wir das Wochenende 20. - 22.3.2020… Ich halte Euch auf dem Laufenden...“

Fotos von Thomas Jüchter und Andreas Winter


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